Die Hälfte der Menschen menstruiert in ihrem Leben – die Periode geht alle etwas an. Trotzdem sind Menstruation und Zyklus in der Gesellschaft zu wenig sichtbar. Das wollen wir ändern.
Wichtiger Hinweis:
Alle Inhalte auf diesen Seiten wurden sorgfältig und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen von einer Ärztin erstellt. Wir hoffen, dass sie dir einen guten Überblick geben – sie können aber niemals den Besuch bei einer Gynäkologin oder anderen Fachärztin ersetzen! Wenn du konkrete Beschwerden hast, wende dich in jedem Fall an eine Ärztin oder einen Arzt.
Der Zyklus
Das monatliche Zusammenspiel im weiblichen Körper
Der Menstruationszyklus ist ein wiederkehrender Prozess im Körper einer Frau*, bei dem die Eierstöcke und die Gebärmutter miteinander kommunizieren, um sich auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Er beginnt immer mit dem ersten Tag der Regelblutung und dauert zwischen 21 und 35 Tagen – kann aber bei jedem Menschen ein bisschen kürzer oder länger sein.

Von Amenorrhö bis Zervixschleim
Das Stichwortverzeichnis zum Zyklus
Amenorrhö
Eine Amenorrhö ist der medizinische Begriff dafür, dass die Menstruation über eine längere Zeit nicht auftritt. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Zum Beispiel kann die Menstruation ausbleiben, weil jemand schwanger ist, sehr viel Stress hat, stark abgenommen hat oder intensiv Sport treibt.
Auch Veränderungen im Hormonhaushalt oder bestimmte Grunderkrankungen können dazu führen, dass die Menstruation nicht auftritt. Deshalb unterscheidet man in der Medizin verschiedene Formen der Amenorrhö und schaut genauer nach den Ursachen.
1. Physiologische Amenorrhö:
Bei der physiologischen Amenorrhö beibt die Menstruation aus, weil es ganz natürliche Gründe dafür gibt. Die Ursachen für eine physiologische Amenorrhö sind zum Beisiel:
- während einer Schwangerschaft
- in der Stilzeit
- vor der ersten Regelblutung (Menarche)
- nach den Wechseljahren (postmenopausal)
Eine Therapie ist nicht notwendig, da es sich um einen natürlichen Zustand handelt.
2. Primäre Amenorrhö:
Von einer primären Amenorrhö spricht man, wenn die erste Menstruation bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres nicht eingetreten ist.
Mögliche Ursachen hierfür können sein:
- Angeborene Veränderungen der Geschlechtsorgane
- Hormonelle Störungen
- oder eine verzögerte körperliche Entwicklung
Die Therapie richtet sich nach der Ursache und kann zum Beispiel eine hormonelle Behandlung oder eine ärztliche Begleitung der Entwicklung beinhalten.
3. Sekundäre Amenorrhö:
Bei dem Ausbleiben der Menstruation für mehr als drei Monate (bei zuvor regelmäßigem Zyklus) oder für mehr als 6 Monate (wenn der Zyklus zuvor unregelmäßig war) spricht man von einer sekundären Amenorrhö.
Die Ursachen sind vielfältig und beinhalten:
- Schwangerschaft: Das ist der häufigste Grund für ein Ausbleiben der Periode. Wichtig ist an dieser Stelle, das Schwangerschaftshormon bHCG zu bestimmen.
- Ursachen in der Gebärmutter: Verklebungen, Asherman-Syndrom
- Störung in dem Hormonhaushalt
- Weitere Ursachen wie: Ovarialzysten, Ovarialtumor, starker Stress, starke Gewichtsveränderungen, intensiver Sport, Post-Pill-Amenorrhö, Strahlentherapie, CED =Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (wie z.B. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)
Auch hier richtet sich die Therapie nach der Ursache und kann von Lebensstilveränderungen bis hin zu einer medikamentösen oder hormonellen Behandlung reichen.
Anovulation
Als Anovulation bezeichnet man das Ausbleiben des Eisprungs während eines Menstruationszyklus. Bei einer Anovulation wird keine Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt. Dadurch kann es zu unregelmäßiger oder dem Ausbleiben der Menstruation kommen.
Dazu kann es physiologisch beispielsweise in den ersten Jahren nach der Menarche und im Rahmen der hormellen Umstellung in der Perimenopause kommen.
Weitere häufige Ursachen sind hormonelle Störungen, starker Stress, starkes Unter- oder Übergewicht oder Erkankungen wie das PCO-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen und auch auch einige Medikamente können dazu führen. Zudem ist es eine häufige Ursache für weibliche Unfruchtbarkeit.
Symptome, die auf eine Anovulation hinweisen, können sein:
- Veränderte vaginale Blutung: Sehr leichte oder sehr starke Menstruation
- unregelmäßige Periode: Die Zyklen variieren stark in der Länge oder bleiben ganz aus (Amenorrhö)
- Unerfüllter Kinderwunsch
- Zervixschleim: XXX
Die Therapie richtet sich nach den Ursachen der Anovulation. Dies kann eine Lebensstilveränderung in Form von Stressreduktion oder die medikamentöse Behandlung hormoneller Störungen beinhalten.
- Veränderte vaginale Blutung: Sehr leichte oder sehr starke Menstruation
Adenomyose
Adenomyose ist eine gutartige Erkrankung der Gebärmutter. Dabei wächst Gewebe, das eigentlich nur die Gebärmutterscheimhaut auskleiden soll, in die Muskelschicht der Gebärmutter hinein.
Die Gebärmutter besteht vereinfacht aus:
- einer inneren Schleimhaut (Endometrium)
- einer dicken Muskelschicht (Myometrium)
Bei Adenomyose “verirren” sich Schleimhautzellen in den Muskel. Dort reagieren sie weiterhin auf Hormone des Menstruationszykluses und kann dadurch Entzündungen, Schemrzen und Blutungen verursachen.
Häufigkeit
Adenomyose ist häufig, wird aber oft spät erkannt. Sie tritt vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter auf und kommt häufig zusammen mit Endometriose und Myomen vor.
Ursache
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden:
- hormonelle Einflüsse (v.a. Östrogen)
- kleine Verletzungen der Gebärmutterwand
- Entzündungsprozesse
- genetische Faktoren
- Schwangerschaften oder Operationen an der Gebärmutter
Symptome
Typische Beschwerden sind:
- starke oder verlängerte Regelblutungen
- starke Regelschmerzen
- chronische Unterbauchschemrzen
- Druck- oder Schweregefühl im Becken
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- manchmal unerfüllter Kinderwunsch
Manche Frauen haben jedoch kaum oder keine Beschwerden.
Diagnostik
Die Diagnose wird meist gestellt durch:
Ultraschall
Typische Zeichen sind hier:
- verdickte Gebärmutterwand
- unregelmäßige Muskelschicht
- kleine Zysten
- vergrößerte, kugelige Gebärmutter
MRT
Ein MRT kann die Ausdehnung genauer darstellen, besonders bei unklaren Befunden.
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden, Alter und Kinderwunsch.
Medikamentöse Therapie
- Schmerzmittel
- hormonelle Therapien
- Pille
- Gestagene
- Hormonspirale
Das Ziel ist:
- Schmerzen zu lindern
- Blutungen zu reduzieren
- das Gewebe hormonell zu beruhigen
Operative Therapie
Bei starken Beschwerden:
- Entfernung einzelner Herde
- selten Entfernung der Gebärmutter
Unterschied zur Endometriose
Bei der Adenomyose wächst Schleimhautgewebe in die Gebärmuttermuskelatur. Bei
Endometriose dagegen wächst Schleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter.
Asherman-Syndrom
Das Asherman-Syndrom ist eine Erkrankung der Gebärmutter, bei der es zu Verwachsungen oder Narben im Inneren der Gebärmutter kommt. Durch diese Verwachsungen (Adhäsionen) kann sich die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr normal aufbauen oder abgestoßen werden. Aufgrunddessen kann die Menstruation schwächer werden oder ganz ausbleiben.
Das Asherman-Syndrom entsteht häufig nach Eingriffen in der Gebärmutter, zum Beispiel bei einer Ausschabung, einem Kaiserschnitt oder nach der Geburt infolge von Resten der Plazenta (Mutterkuchen) oder einer anderen Operation an der Gebärmutter.
Aufbau der Gebärmutterschleimhaut
Die Gebärmutterschleimhaut ist eine spezielle Gewebeschicht, die die innere Wand der Gebärmutter auskleidet. Ihre Funktion besteht darin, sich im Verlauf des Monatszyklus soweit aufzubauen, dass sich eine befruchtete Eizelle darin einnisten kann und so geschützt und sicher ist, um ein Baby heranwachsen zu lassen. Findet keine Befruchtung der Eizelle statt, wird die obere Gebärmutterschleimhaut mit dem Beginn der Periode abgebaut.
Sobald die Periode vorbei ist, fängt der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut mit dem Einsetzen der Follikelphase von vorne an. Beeinflusst wird der Aufbau insbesondere durch das Hormon Östrogen, welches während der Follikelphase und der Ovulation in den Eierstöcken produziert wird und als Startsignal für Wachstum, Verdickung und eine gute Durchblutung der Schleimhaut gilt.
Nach der Ovulation verändert sich die Gebärmutterschleimhaut, denn der Progesteronanstieg ab der Lutealphase sorgt dafür, dass die aufgebaute Schleimhaut stabil bleibt, sich auflockert und Nährstoffe einspeichert, um das Einnisten einer potenziell befruchteten Eizelle zu gewährleisten.
Sinkt der Progesteronspiegel am Ende der Lutealphase, weil die Eizelle nicht befruchtet wurde, setzt die Periode ein, mit der die Gebärmutterschleimhaut erneut abgebaut wird.
Blastozyste
Die Blastozyste ist ein 5 bis 6 Tage alter Embryo, welcher eine komplexe Zellstruktur aufweist, die aus etwa 200 Zellen besteht. Das Stadium der Blastozyste ist vor der Einnistung des Embryos in die Gebärmutter im Rahmen einer bestehenden Schwangerschaft einzuordnen.
Die zelluläre Struktur der Blastozyste wird in zwei Kernbereiche unterteilt, die maßgebend sind für die Qualität des Embryos und seine Optionen für eine Einnistung in die Gebärmutter:
- Die innere Zellmasse (ICM): Darunter versteht sicht eine Gruppe an Zellen innerhalb der Blastozelle oder des Hohlraums der Blastozyste. Aus dieser internen Zellmasse (ICM) entsteht später der Fötus.
- Die Epithelzellschicht (Trophoektoderm, TE): Die Epithelzellschicht TE bedeckt die Blastozelle. Aus dieser Schicht entsteht später das extraembryonale Gewebe, also die Plazenta und die Amnionmembranen.
Endometrium
Das Endometrium ist die Schleimhaut, die die Gebärmutter von innen auskleidet. Diese Schleimhaut verändert sich im Laufe des Monatszyklus. Sie baut sich auf und wird - wenn keine Schwangerschaft eintritt - wieder abgestoßen (das ist die Periode). Das Wort kommt aus dem Griechischen von:
Endo = Innen, Innerhalb
Metra = Gebärmutter
Das Endometrium besteht aus zwei Schichten:
- Untere Schicht (Basisschicht): Diese nennt man auch das Stratum basale. Sie bleibt immer da und sorgt dafür, dass die Schleimhaut nach der Periode wieder nachwächst.
- Obere Schicht (Funktionsschicht): Diese nennt man auch das Stratum functionale. Sie baut sich jeden Monat auf und wird bei der Menstruation abgestoßen
Endometriose
Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Dieses Gewebe reagiert - genau wie die normale Schleimhaut der Gebärmutter - auf die Hormone des Menstruationszyklus.
Dadruch kann es im Verlauf des Zyklus immer wieder zu kleinen Blutungen, Entzündungen und Schmerzen kommen.
Betroffen sind meist Frauen im gebärfähigen Alter. Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein und sind oft nicht eindeutig.
Typische Symptome sind:
- Starke Regelschmerzen
- Schmerzen beim Wasserlassen
- Schmerzen beim Stuhlgang
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- sowie Schwierigkeiten, schwanger zu werden.
Da die Symptome meist lange nicht eingeordnet werden, dauert es häufig viele Jahre bis zur Diagnose. Nach den Wechseljahren bessern sich die Beschwerden oft, weil die hormonelle Aktivität abnimmt.
Die Behandlung wird individuell angepasst und kann bestehen aus:
- Medikamenten, vor allem hormonellen Therapie und Schmerzmitteln,
- oder operativen Eingriffen zur Entfernung der Endometrioseherde.
Häufigkeit der Endometriose
Endometriose gehört zu den häufigsten gutartigen gynäkologischen Erkrankungen. Wie viele Frauen genau betroffen sind, ist schwer zu sagen, da viele Fälle lange unerkannt bleiben oder nie diagnostiziert werden. Man geht deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus.
Bekannte Daten zeigen:
- Jährlich erkranken etwa 3-4 von 1.000 Frauen neu an Endometriose.
- Die Erkankung tritt besonders häufig zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf.
- In Deutschland kam es im Jahr 2022 zu etwa 32.000 Krankenhausaufenthalten wegen Endometriose.
- Pro Jahr sind ungefähr 0,5-1 % der Frauen betroffen.
Außerdem sieht man eine familiäre Häufung.
Ursachen von Endometriose
Die genauen Ursachen von Endometriose ist bis heute nicht vollständig geklärt. Früher gab es verschiedene einzelne Erklärungsmodelle. Heute geht man eher davon aus, dass Endometriose durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren entsteht. Dabei spielen vermutlich folgende Mechanismen eine Rolle:
Genetische Veranlagung:
Endometriose tritt familiär gehäuft auf. Manche Frauen haben wahrscheinlich eine angeborene höhere Anfälligkeit.
Hormonelle Einflüsse:
Vor allem das Hormon Östrogen fördert Wachstum und Aktivität der Endometrioseherde.
Veränderte Bewegungen der Gebärmutter (Hyperperistaltik):
Sehr starke oder veränderte Muskelbewegungen der Gebärmutter könnten dazu beitragen, dass Schleimhautgewebe außerhalb der Gebärmutter gelangt.
Entzündungs- und Immunprozesse:
Im Körper finden sich häufig chronische Entzündungsreaktionen. Außerdem scheint das Immunsystem Endometrioseherde nicht ausreichend zu beseitigen.
Veränderte Botenstoffe (Prostaglandine):
Diese Stoffe beeinflussen Schmerzen, Entzündungen und Muskelkontraktionen und können Beschwerden verstärken.
Angiogenese:
Endometrioseherde können neue Blutgefäße bilden, um weiter zu wachsen und versorgt zu werden.
Oxidativer Stress:
Zellschädigende Prozesse im Gewebe könnten ebenfalls an der Entstehung beteiligt sein.
Insgesamt gilt Endometriose heute als komplexe Erkrankung, bei der hormonelle, genetische, immunologische und entzündliche Faktoren zusammenwirken. Wenn du mehr zu Endometriose wissen möchtest oder Beratung brauchst, kannst du dich an die Endometriose Vereinigung Deutschland e.V. wenden.
PCO-Syndrom
Das Polycystische Ovarialsyndrom (kurz PCO-Syndrom oder PCOS) ist eine der am häufigsten auftretenen Hormonstörungen und tritt bei etwa 5-10 % Frauen* im gebährfigen Alter auf. Der Beginn einer Erkrankung von PCOS liegt in der Regel zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr. Polycistisch bedeutet übersetzt „viele Zysten“ und ist medizinisch gesehen im Falle des PCO-Syndroms nicht ganz korrekt, denn es handelt sich nicht um echte, gefährliche Zysten, sondern um viele kleine, unreife Eibläschen (den sogenannten Follikeln), die in den Eierstöcken heranreifen, aber auf halbem Weg in ihrer Entwicklung feststecken.
Im Normalfall reift in jedem Zyklus ein dominantes Eibläschen heran, das im Rahmen des Eisprungs über den Eileiter in die Gebärmutter wandert. Beim PCOS wird eben dieser Prozess blockiert, sodass die unreifen Bläschen im Eierstock verbleiben und im Ultraschall oft eine aneindergereihte Perlenschnur in den Eierstöcken zu erkennen ist.
Im Normalfall reift in jedem Zyklus ein dominantes Eibläschen heran, das im Rahmen des Eisprungs über den Eileiter in die Gebärmutter wandert. Beim PCOS wird eben dieser Prozess blockiert, sodass die unreifen Bläschen im Eierstock verbleiben und im Ultraschall oft eine aneindergereihte Perlenschnur in den Eierstöcken zu erkennen ist.
Da es sich bei PCOS um ein Syndrom handelt, äußert es sich durch eine Kombination aus verschiedenen Beschwerden, die unterschiedlich stark ausgesprägt sein können:
1. Zyklusstörungen: Weil das Zusammenspiel der Hormone gestört ist, kommt es zu deutichen Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus. Typisch sind eine Oligomenorrhoe (die Abstände zwischen den Blutungen überschreiten eine Zeitspanne von mehr als 35 Tagen) oder eine Amenorrhoe (die Periode bleibt vollständig aus).
2. Hyperandrogenämie: Bei PCOS sind die männlichen Geschlechtshormone im Blut erhöht, wodurch es zu körperlichen Veränderungen kommt, die Betroffene oft als sehr belastend wahrnehmen. Frauen* mit PCOS sind häufig von folgenden körperlichen Veränderungen betroffen:
- Hirsutismus: Männlicher Behaarungstyp (z.B. vermehrte Behaarung im Gesicht, am Bauch oder an der Brust)
- Akne
- Alopezie: Haarausfall auf dem Kopf
- Übergewicht
3. Psychosoziale Auswirkungen: Die gerade genannten körperlichen Symptome haben massive Auswirkungen auf psychosozialer Ebene. Sie führen bei vielen Betroffenen zu deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität, der allgemeinen Lebenszufriedenheit und einer eingeschränkten Sexualität. Aufgrund der hormonellen Dysbalancen und den Zyklusstörungen leiden viele Frauen*, die einen Kinderwunsch haben oft auch an einem ausbleibenden Erfolg, schwanger zu werden, der psychisch belastend sein kann.
Um PCOS feststellen zu können, ist eine umfangreiche Diagnose bei einer*m Gynäkolog*in notwendig und umfasst unter anderem eine Anamnese zum Menstruationszyklus, Bluttests zur Bestimmung der Hormonwerte und Ultraschall-Untersuchungen der Eierstöcke. Bevor eine PCOS-Diagnose gestellt werden kann, müssen andere Erkrankungen in der Hirnanhangdrüse, der Schilddrüse, der Nebenniere und der Eierstöcke dringend ausgeschlossen werden.

